Ergonomische Arbeitsgestaltung ist ein zentrales Anliegen der Arbeitswissenschaft, das auch durch gesetzliche Anforderungen (z.B. Betriebsverfassungsgesetz, Arbeitsschutzgesetz, Geräte- und Produktsicherheitsgesetz) unterstützt wird. Der Ermittlung maximal empfohlener Aktionskräfte kommt dabei eine zentrale Rolle zu. Hierfür vorhandene "Berechnungsverfahren" und Datenquellen (DIN 33411, Teile 3 bis 5) stellen eine mächtige Verfahrensbatterie dar. Allerdings berücksichtigen sie im Wesentlichen nur symmetrische aufrechte Körperhaltungen.

Diesen Engpass soll das Forschungsvorhaben „montagespezifischer Kraftatlas„ schließen, welcher Aktionskräfte des ganzen Körpers in realtypischen Haltungen, aber auch Kräfte des Finger-Hand-Arm-Systems berücksichtigt. Automobil- und Flugzeugindustrie, aber auch Waggonbau und Werften, für die diese Kraftausübungsfälle typisch sind, stellen die Zielgruppen dieses Atlanten dar.

Dieses Projekt wurde aus Mitteln der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gefördert.

Montagetätigkeiten

8. Projekt-Workshop

Ort: 
Sankt Augustin
Datum: 
Mittwoch, 12. Dezember 2007

Am 8. Projektworkshop berichteten IAD und BGIA über die Ausarbeitung der Kraftmessversuche und stellten die Ergebnisse für Ganzkörper- und Finger-Hand-Kräfte (außer Zange und Daumen – 4 Finger) vor. Außerdem wurden mögliche Ansätze zur Entwicklung von Kraftbewertungsverfahren vorgestellt.

Am nächsten Workshop (16. oder 24. April 2008) werden die endgültigen Kraftwerte und die avisierten Bewertungsverfahren vorgestellt. Es ergehen gesonderte Einladungen.

Sonstige Dateianhänge: